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Carbonitrieren

Carbonitrieren als Alternative zum Einsatzhärten

Bestimmte Stähle wie unlegierte Stähle eignen sich nicht zum Einsatzhärten und werden daher über das Verfahren Carbonitrieren gehärtet, das HÄRTHA an 8 Standorten in Deutschland, Italien sowie in den Niederlanden anbietet. Jede dieser HÄRTHA-Härtereien nutzt für das Verfahren modernste Technologien und begleitet das Härten durch eine umfassende Qualitätskontrolle durch betriebseigene Industrielabore. So stellen wir sicher, dass Sie bei jedem Auftrag die erwartet hohe Qualität erhalten.

Carbonitrieren

Carbonitrieren - der Prozess

Carbonitrieren Härterei HALEX

Wie beim Einsatzhärten handelt es sich beim Carbonitrieren um ein thermochemisches Verfahren, bei dem sich die Oberfläche von Bauteilen mit Stickstoff und Kohlenstoff anreichert. Dadurch entsteht eine besonders harte und verschleißfeste Oberfläche.

Carbonitrieren erfolgt im mittleren Temperaturbereich von 800°C bis 950°C und als Medium dient ein Gasgemisch aus Kohlenstoff und Stickstoff oder eine entsprechende Salzschmelze. Die im Medium enthaltenen Kohlenstoff- und Stickstoffatome diffundieren während des Prozesses in die Oberfläche des Werkstoffs. Vor allem die Stickstoffdiffusion reduziert die Härte- sowie die kritische Abkühltemperatur. Dadurch ist ein milderes Abschrecken und eine damit verbundene verzugsarme Härtung des Werkstücks möglich.

Unmittelbar nach dem Abschrecken erfolgt die Anlassbehandlung bei Temperaturen von 160°C bis zu 300°C, um unter anderen Eigenschaften die erforderliche Oberflächenhärte einzustellen.

Die beim Carbonitrieren erzielte Einhärtetiefe hängt von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise der Härtetemperatur, der Abschreckgeschwindigkeit , der Prozessdauer oder der allgemeinen Härtbarkeit des Stahls ab.

Anwendungsbereiche für das Verfahren Carbonitrieren

Carbonitrieren bietet sich für verschiedenste Stähle wie unlegierte Kohlenstoffstähle, Baustähle mit geringem Aluminiumgehalt oder Automatenstähle an. In der Regel weisen diese Stähle einen Kohlenstoffmasseanteil von 0,1 % bis 0,2 % auf und eignen sich nicht für das Einsatzhärten.

Typische Anwendungsbereiche sind Massenteile sowie Komponenten mit geringen Abmessungen. Bei diesen Werkstücken erhöht das Verfahren Carbonitrieren die Verschleißfestigkeit, bietet jedoch auch andere Vorteile.

Vorteile durch das Verfahren Carbonitrieren

Wie beim Einsatzhärten bildet sich beim Verfahren Carbonitrieren eine harte und verschleißfeste Oberfläche aus, während der Kern weich und zäh bleibt. Dadurch erhält ein Werkstück wichtige Eigenschaften für den praktischen Einsatz.

Weitere Vorteile sind:

  • - hoher Verschleißschutz
  • - ein elastischer und zäher Kern
  • - stark reduzierte Bruchgefahr der Bauteile
  • - Härten ausgewählter Teilbereiche ist möglich

Carbonitrieren Härterei

Haben sie Fragen zum Härte-Verfahren Carbonitrieren oder zu einem der anderen zahlreichen Verfahren der HÄRTHA Härtereien, kontaktieren Sie unsere Experten. Gerne informieren wir Sie über die Vorteile der verschiedenen Verfahren durch die HÄRTHA Spezialisten.

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